Feinschneiden nach DIN 8588 · IATF 16949
Feinstanzen &
FeinschneidenEinbaufertige Präzisionsteile in Serie.
Eigener Werkzeugbau.Unabhängig und inhabergeführt in Haiger – seit 1991.
Die Schnittfläche: glatt über nahezu die gesamte Materialdicke.
Direkt nutzbar als Funktionsfläche – ohne Nacharbeit.
Prozesssicherheit ±0,025 mm. Über 30 Millionen Teile im Jahr.
Feinstanzen, fachsprachlich Feinschneiden (englisch: fine blanking), ist ein Präzisions-Schneidverfahren nach DIN 8588. Eine Ringzacke am Niederhalter und ein Gegenhalter klemmen das Blech während des Schnitts fest ein; der Schneidspalt ist um ein Vielfaches kleiner als beim Normalstanzen. So entstehen Schnittflächen, die nahezu über die gesamte Materialdicke glatt und gratarm sind: direkt nutzbar als Funktionsfläche. Die PMS W. Pulverich GmbH in Haiger fertigt solche Feinschneidteile in Serie.
- Stanzteile pro Jahr
- über 30 Mio.
- davon Präzisionsteile
- 12 Mio.
- Prozesssicherheit
- ±0,025 mm
- IATF 16949
- seit 2018
- Inhabergeführt
- GmbH seit 1991
Stand: Juli 2026
So läuft Ihre Anfrage: von der Zeichnung zum Serienteil.
Sie senden eine Zeichnung — auch ein Konzeptstand genügt. Wir sichten sie persönlich und sagen Ihnen, ob und wie Ihr Teil bei uns läuft; passt es, folgt das Angebot.
- 01
Zeichnung senden
PDF, DXF, DWG oder STEP — vertraulich behandelt, NDA auf Wunsch.
- 02
Persönliche Sichtung
Fabian Ax (Leitung Einkauf & Verkauf) prüft Ihre Anfrage.
- 03
Machbarkeit & Angebot
Technische Einschätzung durch Andreas Weil (Technik), mit klarer Empfehlung zum Verfahren.
- 04
Werkzeug & Erstmuster
Konstruktion und Bau im eigenen Werkzeugbau, Erstmuster zur Freigabe.
- 05
Serienfertigung
Termingerecht, im IATF-16949-zertifizierten Prozess, messtechnisch überwacht — auf Wunsch bis zur einbaufertigen Baugruppe.
Die Schnittfläche beim Feinschneiden: glatt über nahezu die gesamte Materialdicke.
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Der Schnitt
Beim Feinschneiden wirken drei Kräfte zugleich: Die Ringzacke presst das Blech außerhalb der Schnittlinie fest, der Gegenhalter stützt das Teil, der Stempel schneidet mit minimalem Schneidspalt. Der Werkstoff wird getrennt, bevor er reißen kann. (Verfahrenswissen)
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Die Fläche
Das Ergebnis: eine glatte Schnittfläche über nahezu die gesamte Materialdicke, mit minimalem Kanteneinzug an der Ringzackenseite — als Funktionsfläche direkt nutzbar: Lauffläche, Dichtfläche, Verzahnung.
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Einbaufertig
In der Regel braucht ein Feinschneidteil keine mechanische Nacharbeit: kein Nachschleifen, keine zweite Aufspannung. Wo die Zeichnung es fordert, entfernt Gleitschleifen den feinen, verfahrenstypischen Grat — das koordinieren wir über zertifizierte Partner. Danach geht das Teil einbaufertig in Ihre Montage, bei PMS millionenfach im Jahr.
Wann ist Feinschneiden das richtige Verfahren?
Feinschneiden lohnt sich, wenn Funktionsflächen enge Toleranzen oder saubere Schnittflächen fordern und die Stückzahl die Werkzeugkosten trägt. Für Prototypen und Kleinstmengen ist Laserschneiden günstiger; für Einzelteile mit engsten Toleranzen bleibt die spanende Bearbeitung erste Wahl; für einfache Konturen ohne Flächenanspruch genügt Normalstanzen. (Verfahrenswissen)
| Kriterium | Normalstanzen | Feinschneiden | Laserschneiden | Spanende Bearbeitung |
|---|---|---|---|---|
| Schnittfläche | Abriss + Grat | glatt, bis 100 % Glattschnittanteil | wärmebeeinflusste Schmelzkante | frei bearbeitbar, höchste Güte |
| Toleranzfeld | ~IT11 | bis ~IT7 | anlagen- und dickenabhängig | IT7 und feiner |
| Nacharbeit | oft nötig | i. d. R. keine mechanische | Kantennacharbeit je nach Anforderung | entfällt (ist der Prozess) |
| Werkzeugkosten | Basis | ca. 2–3 × Basis | entfallen | entfallen (Programmierung/Spannmittel) |
| Wirtschaftlich ab | mittleren Serien | ca. 10.000 St./Serie (Faustwert) | Einzelteile, Prototypen | Einzelteile bis Kleinserien |
| Funktionsflächen | begrenzt | Verzahnung, Lauf-/Dichtflächen | begrenzt (Wärmeeinfluss) | uneingeschränkt, je Teil bezahlt |
Feinschneidgerecht konstruieren: drei Richtwerte
(Verfahrenswissen) Lochdurchmesser und Stegbreiten nicht deutlich unter Blechdicke auslegen · Innenecken mit Radius statt scharfkantig · gut kaltumformbare Werkstoffe bevorzugen. Grenzwertige Geometrien sind oft trotzdem machbar: Das klärt der Machbarkeits-Check an Ihrer Zeichnung.
Unsicher? Wir prüfen Ihre Zeichnung und sagen ehrlich, welches Verfahren passt — auch wenn es nicht unseres ist.
Schnittkante im Vergleich
Der Feinstanz-Partner, den Sie qualifizieren, bevor Sie ihn brauchen.
PMS ist inhabergeführt und unabhängig: seit 1991 als GmbH, rund 60 Mitarbeiter, über 7.500 qm in Haiger. Entscheidungen fallen hier im Haus — wer Ihnen etwas zusagt, ist auch dafür verantwortlich. Wir investieren in den Standort: Automatisierung 2022, Neubau 2025. Ob Erst- oder Zweitquelle: Sie können uns auch ohne akutes Projekt qualifizieren.
Viele Anbieter von Feinschneidtechnik sind heute Konzern- oder Gruppentöchter.
PMS nicht.
Winkelmann Supplier Award 2021
Als einer der zehn besten von über 2.800 Lieferanten ausgezeichnet. Bewertet wurden Qualität, Versorgung und Kommunikation.
Das Werkzeug entscheidet — deshalb bauen wir es selbst.
Schnittflächengüte und Toleranz eines Feinstanzteils entstehen im Werkzeug. PMS konstruiert Folgeverbundwerkzeuge bis 2.500 mm Länge in 3D-CAD und baut sie im eigenen Werkzeugbau; Werkzeugpflege und Kapazitätsentscheidungen bleiben damit bei uns.
Beispiel Busbar: Kupferinlays für mehrschichtige Leiterplatten der Automobilindustrie — die zugehörigen Werkzeuge haben wir bis zur Serienreife entwickelt. Mehr zum Werkzeugbau
„Wir lieben Werkzeuge, so behandeln wir sie auch."
Kapazität ist keine Behauptung: über 30 Millionen Teile im Jahr.
Vom Bandmaterial bis zur einbaufertigen Baugruppe: Stanzen, Umformen, Schweißen und Montage unter einem Dach; Gleitschleifen und Oberflächenveredelung koordinieren wir über zertifizierte Partner. Feinstanzteile fertigen wir nach Zeichnung — ob Ihres bei uns läuft, klären wir am konkreten Fall: Zeichnung senden, die Technik antwortet mit einer klaren Aussage.
„Wir wollen besser sein als unser Wettbewerb." — Unternehmensgrundsatz PMS
| 01 | Stanzautomaten | 130 – 630 t |
|---|---|---|
| 02 | Exzenterpressen | 50 – 125 t |
| 03 | Pressen mit Coilanlagen | 60 – 6.300 kN |
| 04 | Folgeverbundwerkzeuge | bis 2.500 mm |
| 05 | Schweißen | MIG/MAG-Roboter · Widerstand 90–200 kVA |
| 06 | Montage | vollautomatische Baugruppenmontage → |
Qualität, die messbar ist — und eine Zertifikats-Kette, die es belegt.
- Mitte 1990erDIN EN ISO 9001
- 2007ISO/TS 16949
- seit 2018IATF 16949:2016
Prozesssicherheit ±0,025 mm, überwacht mit moderner 3D-Messtechnik — zertifiziert nach IATF 16949:2016. Zertifikate (DE/EN) auf Anfrage und auf pms-gmbh.de/qualitaet.
Was kostet Feinschneiden — und ab wann lohnt es sich?
Ein Feinschneidwerkzeug kostet typischerweise das Zwei- bis Dreifache eines Normalstanzwerkzeugs. Ob es sich rechnet, entscheidet die Gesamtstückzahl über die Werkzeuglaufzeit: Gegenüber Laser und Fräsen sinkt der Teilepreis mit der Stückzahl, gegenüber Normalstanzen entfallen Entgraten, Schleifen und zweite Aufspannung. Faustwert: ab etwa 10.000 Stück je Serie. (Allgemeines Verfahrenswissen; Ihre konkrete Kalkulation erhalten Sie mit dem Angebot.)
- Werkzeug = Investition. Der Teilepreis sinkt mit jeder gefertigten Serie über die Werkzeuglaufzeit.
- Nacharbeit entfällt. Entgraten, Schleifen, zweite Aufspannung — oft der größte Kostenhebel.
- Schneiden + Umformen kombiniert. Im Folgeverbundwerkzeug in einem Durchlauf: weniger Arbeitsgänge, kürzere Toleranzketten.
Branchen, die auf PMS setzen.
Wir beliefern namhafte Automobil-Hersteller und -Zulieferer, Schaltschrankhersteller, die Elektroindustrie, Maschinen- und Anlagenbauer sowie Flugzeug-, Medizin- und Heiztechnik — und gehören bei unseren Kunden zu den Top-Lieferanten.
- Automobil
- Elektroindustrie
- Schaltschrankbau
- Maschinen- & Anlagenbau
- Flugzeugtechnik
- Medizintechnik
- Heiztechnik
Typische Einsatzfelder des Feinschneidens (Verfahrenswissen): Verstellmechanik, Verzahnungen, Brems- und Getriebekomponenten. Belegte PMS-Spezialkompetenz: Busbar-Kupferinlays für mehrschichtige Leiterplatten der Automobilindustrie.
Feinstanzen und Feinschneiden: die häufigsten Fragen.
Was ist der Unterschied zwischen Stanzen und Feinstanzen?
Feinstanzen, Feinschneiden und Genauschneiden bezeichnen dasselbe Präzisionsverfahren nach DIN 8588. Anders als beim Normalstanzen klemmen eine Ringzacke am Niederhalter und ein Gegenhalter das Blech fest ein, und der Stempel schneidet mit deutlich kleinerem Schneidspalt. Das Ergebnis: glatte Schnittflächen und Toleranzen bis etwa IT7 statt rund IT11.
Welche Toleranzen erreicht Feinschneiden?
Feinschneiden erreicht an Funktionsmaßen Toleranzen bis etwa IT7; Normalstanzen liegt bei rund IT11. Für die Schnittflächen gelten die Kenngrößen der VDI 2906 Blatt 5, etwa Glattschnittanteil und Grathöhe. Was erreichbar ist, hängt von Werkstoff, Blechdicke und Geometrie ab. Diese Werte sind allgemeines Verfahrenswissen; Ihr Teil bewerten wir konkret an der Zeichnung.
Welche Blechdicken und Werkstoffe sind möglich?
Feingeschnitten werden in der Praxis Blechdicken von etwa 0,5 bis 16 mm. Am besten eignen sich gut kaltumformbare Werkstoffe wie Stahl, Edelstahl, Aluminium und Kupferlegierungen. Das sind allgemeine Verfahrensgrenzen, keine Zusage für jede Geometrie: Ob Ihre Kombination aus Werkstoff, Dicke und Kontur machbar ist, prüfen wir an Ihrer Zeichnung.
Müssen Feinschneidteile nachbearbeitet werden?
In der Regel nicht: Feinschneidteile kommen einbaufertig aus dem Werkzeug, ohne Nachschleifen und ohne zweite Aufspannung. Verfahrenstypisch entsteht ein feiner Grat an der Stempelaustrittseite; wo die Zeichnung gratfreie Kanten fordert, wird er durch Gleitschleifen entfernt — bei PMS koordiniert über zertifizierte Partner.
Wann ist Feinstanzen wirtschaftlicher als Laserschneiden oder Fräsen?
Ab mittleren Serienstückzahlen: Laser und Fräsen kommen ohne Werkzeug aus, bezahlen aber jedes Teil einzeln mit Schneid- beziehungsweise Zerspanungszeit. Beim Feinschneiden verteilt sich die Werkzeuginvestition auf die Stückzahl, und Funktionsflächen sowie enge Toleranzen entstehen direkt im Hub. Als Faustwert lohnt Feinschneiden ab etwa 10.000 Stück je Serie.
Was kostet ein Feinschneidwerkzeug?
Ein Feinschneidwerkzeug kostet typischerweise das Zwei- bis Dreifache eines vergleichbaren Normalstanzwerkzeugs — es arbeitet mit engeren Führungen, Ringzacke und Gegenhalter. Die Mehrkosten amortisieren sich über entfallende Nacharbeit und die Werkzeuglaufzeit. Eine belastbare Zahl für Ihr Teil nennt Ihnen das Angebot; dafür genügt eine Zeichnung.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich Feinschneiden?
Als Faustwert ab etwa 10.000 Stück je Serie. Entscheidend ist die Gesamtstückzahl über die Werkzeuglaufzeit: Je mehr Nacharbeit wie Entgraten, Schleifen oder eine zweite Aufspannung das Verfahren ersetzt und je länger die Serie läuft, desto früher rechnet sich das Werkzeug. Bei unklarer Stückzahl rechnen wir Szenarien im Angebot durch.
Können Schneiden und Umformen kombiniert werden?
Ja. Im Folgeverbundwerkzeug lassen sich Feinschneiden und Umformen — Biegen, Prägen, Durchzüge — in einem Werkzeugdurchlauf kombinieren. Das spart Arbeitsgänge, Handling und Toleranzketten. Solche kombinierten Präzisionsteile sind ein Kern der PMS-Fertigung: Folgeverbundwerkzeuge bis 2.500 mm Länge entstehen im eigenen Werkzeugbau.
Behandelt PMS Zeichnungen vertraulich?
Ja. Zeichnungen und CAD-Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich zur Machbarkeitsprüfung und Angebotserstellung genutzt; auf Wunsch schließen wir vorab eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA). Der Upload ist außerdem optional: Sie können Ihre Anfrage auch ohne Datei stellen und Unterlagen später nachreichen.
Wie läuft eine Anfrage bei PMS ab?
Sie senden Zeichnung oder Konzeptstand über das Formular — Lohnfertigung nach Ihrer Zeichnung ist unser Alltag. Fabian Ax (Leitung Einkauf & Verkauf) sichtet Ihre Anfrage persönlich, die technische Bewertung übernimmt Andreas Weil. Sie erhalten eine klare Einschätzung und ein Angebot; auf Wunsch folgen Werkzeug, Erstmuster und Serie. Kostenfrei und unverbindlich.